Psalm 109
Vers 1
O Gott, mein Ruhm und meine Ehre,
dir klag ich meinen Jammer, höre!
Mich quälen Trug und Lästerungen,
voll Gift sind die Verleumderzungen.
Ich bleibe still, du hältst Gericht,
mein Gott, ach schweige länger nicht.
Vers 2
Ich suchte, sie hoch zu beglücken,
sie trachten, mich zu unterdrücken.
Lieb ich sie, ohne nachzulassen,
nie hörten sie auf, mich zu hassen.
Auf meinen Fall sind sie bedacht,
ihr Fluch verfolgt mich Tag und Nacht.
Vers 3
Doch Gott wird meinen Feinden fluchen,
die immer mein Verderben suchen.
Hilf mir um deines Namens willen!
Ja, du wirst mir dein Wort erfüllen.
HERR, deine Gnade preiset dich,
sie ist mein Trost, erlöse mich!
Vers 4
HERR, du bist groß durch dein Erbarmen,
und ich bin elend: Hilf mir Armen!
Ach sieh doch, wie ich ängstlich fliehe.
Es wanken kraftlos mir die Knie.
So ist von Kram mein Herz beschwert,
der Kummer hat mich aufgezehrt.
Vers 5
HERR, segne du, wenn jene fluchen;
und wenn sie mein Verderben suchen,
komm, deine Gnade zu erhöhen,
hilf mir, daß meine Feinde sehen,
daß meines Königs Hand es sei,
die mich aus ihrer Hand befrei!
Vers 6
Mein Mund soll ihn, den HERRN, erheben,
vor vielem Volk ihm Ehre geben,
der, wie es auch den Dürftgen gehet,
die Armen aus dem Staub erhöhet,
und wo man sie zu morden droht,
errettet er vom nahen Tod.